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Macht versus Emotion. Handlungstreibende Muster in Günderrodes Dramen digital, distant und scalable gelesen

  • Marie Flüh,
  • Mareike Schumacher

摘要

In diesem Beitrag werden fünf Dramen Karoline von Günderrodes aus unterschiedlichen computergestützten Analyseperspektiven betrachtet. Analysefokus sind Genderrollen und Emotionen der Figuren. Ausgehend von einem gendertheoretischen Modell wurde eine Machine-Learning-Software so programmiert, dass sie Genderrollen erkennen und klassifizieren kann. Parallel dazu wurden Emotionen und deren Bezug zum Figurengender manuell annotiert. Abschließend wurden Genderrollen, Emotionen und Figuren in eine Graphstruktur gebracht und in Form einer Netzwerkanalyse ausgewertet. Die Kombination digitaler Methoden – Machine Learning, digitale Annotation und Graph- bzw. Netzwerkanalyse – erlaubt es, die Perspektive während der Untersuchung zu wechseln und die Texte mal sehr genau, dann wieder mit mehr Distanz, vergleichend anzuschauen. So zeigt sich eine neue Lesart der Dramen Günderrodes, die Genderrollen in vier und Emotionen in einem der fünf Dramen als primäre handlungstreibende Muster hervortreten lässt.