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Grundlagen

  • Ulrich Voderholzer,
  • Antonie Rubart,
  • Norbert Kathmann,
  • Angelica Staniloiu,
  • Andreas Wahl-Kordon,
  • Bartosz Zurowski

摘要

In epidemiologischen Studien zeigten sich Lebenszeitprävalenzraten der Zwangsstörung von 1–3 % (Bebbington, 1998; Kessler et al., 2012; Fawcett et al., 2020). Diese Ergebnisse ließen sich auch in unterschiedlichen kulturellen Kreisen bestätigen (Cilliçilli et al., 2004; Mohammadi et al., 2004; Weissman, 1994). Häufiger treten subklinische Zwangsstörungen mit einer Prävalenz von 2–5 % auf (De Brujin et al., 2010; Fullana et al., 2010). Die davon Betroffenen leiden unter geringerer psychosozialer Beeinträchtigung als Patienten mit voll ausgeprägter Zwangsstörung, jedoch besteht im Vergleich zur gesunden Population eine geringere Lebenszufriedenheit (Grabe et al., 2000, 2001) und ein höheres Risiko zur Entwicklung von psychischen Erkrankungen (Fullana et al., 2010). Für Deutschland wird die Ein-Jahresprävalenz von Zwangsstörungen auf 3,6 % beziffert (Jacobi et al., 2014).