Einen Netzbetreiber fit für das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz machen – der Case der Stromnetz Hamburg GmbH
摘要
Dieser Beitrag zeigt, wie die Stromnetz Hamburg GmbH die Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) angenommen und über ein Projekt umgesetzt hat. Bei der Erstellung dieses Textes war das Projekt mitten in der Umsetzungsphase, sodass noch nicht die vollständige Implementierung dargestellt wird Zu Beginn des Projektes ergaben sich aus dem Gesetzestext viele Fragen, die sich nach und nach geklärt haben. Bestimmte Anforderungen haben sich relativiert und so waren bei der weiteren Umsetzung Flexibilität sowie agiles Arbeiten gefragt. Positiv ist jetzt schon zu bemerken, dass sich durch das LkSG alle Unternehmen mit dem Thema Menschenrechte und Umwelt intensiver beschäftigen müssen. Alle Unternehmen, die von dem Gesetz betroffen sind, stehen zwangsläufig vor den gleichen Herausforderungen und es kommt zu einem regen Austausch. Im eigenen Unternehmen erfolgt ein Know-how-Aufbau bei den beteiligten Abteilungen und Personen. Die Einkäufer vertiefen ihr Wissen über die Lieferanten, den Aufbau der Lieferkette und über die Produktionsprozesse der zu beschaffenden Produkte. Die Lieferantengespräche und Maßnahmen fördern die Lieferantenentwicklung, insbesondere zahlt dies auf die Nachhaltigkeitsdimensionen Soziales und Ökologie ein. Die im LkSG beschriebenen Sorgfaltsprozesse und Risikoanalysen können teilweise durch bestehende Systemlösungen abgedeckt werden, hier braucht es aber noch eine ganzheitliche Lösung. Zudem gilt es, die Anforderungen in bestehende Regelprozesse zu überführen und sich kontinuierlich damit auseinanderzusetzen.