Laparoskopisches Training
摘要
Das Erlernen laparoskopischer Eingriffe ist im Vergleich zur offenen Chirurgie durch flache und längere Lernkurven gekennzeichnet. Die laparoskopische Chirurgie erfordert gegenüber der offenen Chirurgie zusätzliche motorische, sensorische und kognitive Fertigkeiten (Basisfertigkeiten), wie den Umgang mit der veränderten Haptik und den eingeschränkten Bewegungsgraden der laparoskopischen Instrumente. Bei einer 2D-Darstellung des Operationssitus müssen zudem Kompensationsmechanismen für die fehlende Tiefenwahrnehmung erlernt werden. In vielen Studien zum Training laparoskopischer Chirurgie konnte gezeigt werden, dass laparoskopische Fertigkeiten vor allem in der Anfangsphase des Trainings effektiv außerhalb des Operationssaals an (Video)boxtrainern und Virtual-Reality-Simulatoren erlernt werden können. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass die erlernten laparoskopischen Fertigkeiten auf die Anwendung im Operationssaal am Patienten übertragbar sind und zu kürzeren Operationszeiten und geringeren intra- und perioperativen Komplikationen führen. Für ein effizientes Training außerhalb des Operationssaals haben sich Trainingscurricula etabliert, die ein kontinuierliches Training in regelmäßigen zeitlichen Abständen fordern und klare Zielvorgaben für das erfolgreiche Absolvieren der Übungen enthalten. Zudem sollten die Übungen idealerweise in ihrem Schwierigkeitsgrad und ihrer Komplexität aufeinander aufbauen. Das Erlernen organspezifischer Eingriffe wie der laparoskopischen Sigmaresektion kann durch Simulationsprogramme eines Virtual-Reality-Trainers und durch Kurse im Wet Lab oder im Tier-OP erfolgen. Im fortgeschrittenen Stadium erfolgt die Weiterbildung im Operationssaal durch die Durchführung von Teilschritten eines laparoskopischen Eingriffs unter Anleitung eines erfahrenen Chirurgen. Durch Videoanalysen der Operationen, einem Feedback der Ausbilder und einem Self-Assessment können die operativen Leistungen evaluiert und verbessert werden. Das Ende der Lernkurve stellt das Expertenlevel dar, in dem sich die perioperativen Messgrößen wie die Operationszeit, Konversionsrate und die patientenspezifischen Komplikationen kaum noch verbessern und ein Plateau erreicht haben. Klar strukturierte und zielorientierte Trainingsprogramme, die über Jahre begleitend eine kompetenzbasierte Ausbildung ermöglichen und die operative Fähigkeiten vergleichbar evaluieren, stellen derzeit die Idealform des laparoskopischen Trainings dar.