Laparoskopische Wedge-Resektionen am Magen und Ulkuschirurgie
摘要
Das folgende Kapitel stellt den Stellenwert der Laparoskopie bei Wedge-Resektionen am Magen und in der Ulkuschirurgie dar und befasst sich im Speziellen mit der Indikationsstellung, technischen Durchführung und der Evidenzlage. Die laparoskopische Wedge-Resektion am Magen wird zur Behandlung von gutartigen und niedrigmalignen Pathologien am Magen eingesetzt. Sie kann durch ein Klammernahtgerät (Stapler) oder konventionell durch eine laparoskopische Dissektion mit einem anschließenden Verschluss des Defekts durch eine intrakorporale Naht erfolgen. Die Größe und die Lokalisation des Tumors (einfach versus komplex) spielen bei der Wahl des Operationsverfahrens eine wichtige Rolle. Bei der laparoskopischen Resektion sollte eine R0-Resektion erreicht werden. Eine intraoperative Tumor- oder Kapselruptur sollte aufgrund der Gefahr einer Tumorzelldissemination in die Peritonealhöhle vermieden werden. Eine Lymphadenektomie ist bei klinisch negativem Lymphknotenstatus hingegen nicht angezeigt ist. In der Ulkuschirurgie hat die Laparoskopie einen relevanten Stellenwert in der operativen Notfallversorgung erlangt. Selektionierte Patienten mit kleinen perforierten gastroduoenalen Ulzera, einer kurzen Latenzzeit seit dem Symptombeginn und einem niedrigem ASA-Score können sicher laparoskopisch versorgt werden mit vergleichbaren Ergebnissen zur offenen Chirurgie. Bei Patienten, die sich in einem septischen Schock befinden oder große Ulzera mit fragilen Wundrändern aufweisen, sollte die Indikation zum offenen Verfahren großzügig gestellt werden. In der Notfallversorgung gastroduodenaler Ulzera ist die rasche und sichere operative Versorgung der Patienten oberstes Ziel.