Kapitel 3: Wahlkampf-Reden (1928–1932)
摘要
Cornelia Epping-Jäger bezeichnet die NSDAP als „Rednerpartei […], die sich sowohl hinsichtlich ihrer Konsolidierung nach innen, als auch ihrer politischen Wirkung nach außen wesentlich phono-zentrisch, d. h. um den akustischen Wirkungsraum von Stimmen organisierte“ (Epping-Jäger 2005a, S. 341–342). Sprach Hitler 1926 noch von 70 einsetzbaren Rednern, standen der NSDAP 1928 bereits über 300 Redner zur Verfügung. Die Beobachtung, dass die NSDAP bei öffentlichen Versammlungen viele Mitglieder werben konnte, und damit auch die Notwendigkeit, kompetente Parteiredner auszubilden, veranlassten den Gauleiter von Oberbayern-Schwaben Fritz Reinhardt 1928 zur Gründung von Fernkursen für zukünftige Parteiredner.