Poesie im Bilderbuch. Eine Bilderbuchanalyse zu Ich bin wie der Fluss (Scott/Smith 2021) mit literaturdidaktischen Implikationen
摘要
Der ‚Poesie‘ im Bilderbuch nachzuspüren scheint ein vielschichtiges Unterfangen und es gilt angesichts der Vielfalt an lyrischen Texten sowie der anhaltenden künstlerischen Progression poetischer Ausdrucksweisen – man denke an filmische oder digital-partizipativ organisierte aktuelle oder zukünftige poetische Gestaltungsformen im Netz – den Poesiebegriff weniger in einer Definition gebündelt und beschränkt zu wissen, als sich über eine phänomenologische Skizze dem Begriff anzunähern. Folgt man einer etablierten Sichtweise auf ‚Poesie‘, die „Texte in metrisch gebundener (und reimender oder auch nur stilistisch gehobener) Sprache“ (Weimar 2003: 96) erfasst, geraten meist Texte in gebundener Sprache in den Fokus, wie sie die Bilderbuchklassiker Der Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann oder Max und Moritz von Wilhelm Busch mit ihrer in Versen verkörperten „Lust am Bösen“ (Košenina 2015: 130) darstellen.