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Die ich rief, die Geister / Werd ich nun nicht los.“ – Warum literarisches Lernen nicht digital ist und der Literaturunterricht trotzdem digital wer-den muss!

  • Nicola König

摘要

Vergleicht man die mediale Überreiztheit gegenüber der Bildungspolitik während der pandemiebedingten Schulschließungen in den Jahren 2020 und 2021 (vgl. Deutsches Schulportal 2020a; 2020b) mit den (aktuellen) Reaktionen zur Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz und seinen Folgen für den Schulalltag, dann scheint es sich – vordergründig – um zwei gegensätzliche Pole eines Phänomens zu handeln: Der Appell, deutsche Klassenzimmer müssen – der Persistenz der Medien in der Arbeits- und Lebenswelt folgend – digitaler werden, wird aktuell durch den drohenden Kontrollverlust angesichts KI-gesteuerter Lernassistenten persifliert. Nimmt man das Verhältnis der Digitalisierung zum (Deutsch-)Unterricht in den Blick, dann wird die Diskussion gleichermaßen von Stellungnahmen (vgl. Dagstuhl-Erklärung 2016), Appellen, Hoffnungen, Bedenken und Zustandsbeschreibungen bestimmt. Je nachdem, ob Politiker:inen, Vertreter: innen der Wirtschaft, Wissenschaft oder der Bildungsadministration, Lehrkräfte, Eltern oder Schüler:innen ge- oder befragt werden, ändert sich die Perspektive.