Dieses Kapitel widmet sich den Selbstportraits von Lisa Bufano (1972–2013) und Mari Katayama (*1987): 2 Künstlerinnen, deren Leben von Amputation geprägt ist. In einem Akt des Widerstands und der Selbstaneignung haben sich beide Prothesen geschaffen, die von keinem physischen Nutzen sind, sondern die als künstlerische, transformative Werkzeuge funktionieren. Anhand ihrer Arbeiten wird aufgezeigt, wie eine absurde Inszenierung des grotesken Körpers im Dienste der Disability-Bewegung politisches Kapital schlagen kann. Denn das performative Werk Katayamas und Bufanos ist von einem Humor geprägt ist, der ihnen dabei hilft, sowohl mit den Kränkungen, denen sie ausgesetzt sind, umzugehen und der zugleich auch das Format der Groteske nutzt, um politisches Interesse zu wecken.

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Die Prothese als Möglichkeitsraum

  • Berenice Pahl

摘要

Dieses Kapitel widmet sich den Selbstportraits von Lisa Bufano (1972–2013) und Mari Katayama (*1987): 2 Künstlerinnen, deren Leben von Amputation geprägt ist. In einem Akt des Widerstands und der Selbstaneignung haben sich beide Prothesen geschaffen, die von keinem physischen Nutzen sind, sondern die als künstlerische, transformative Werkzeuge funktionieren. Anhand ihrer Arbeiten wird aufgezeigt, wie eine absurde Inszenierung des grotesken Körpers im Dienste der Disability-Bewegung politisches Kapital schlagen kann. Denn das performative Werk Katayamas und Bufanos ist von einem Humor geprägt ist, der ihnen dabei hilft, sowohl mit den Kränkungen, denen sie ausgesetzt sind, umzugehen und der zugleich auch das Format der Groteske nutzt, um politisches Interesse zu wecken.