Spiritual Care in Zeiten von Corona – Einsichten von Schulungsteilnehmenden bei der Umsetzung der wissenschaftlichen Begleitstudie
摘要
An sieben kooperierenden Standorten nahmen Multiplikator:innen aus stationären Einrichtungen der Altenpflege, stationären Hospizen und Palliativstationen am SpECi-Curriculum teil (Intervention). Prä- und postinterventionell wurden Schulungsteilnehmende sowie von ihnen betreute Patient:innen/Bewohner:innen und (deren) Zu-/Angehörigen mittels validierter Befragungsinstrumente befragt. Die Begleitstudie wurde in hohem Maße von der COVID-19-Pandemie beeinflusst, zumal eingeplante Schulungsteilnehmer:innen krankheits- oder überlastungsbedingt ausfielen und sich die Rekrutierung von Patient:innen/Bewohner:innen und insbesondere ihrer direkten Angehörigen unter den geltenden Schutzmaßnahmen als äußerst schwierig darstellten. Von Schulungsteilnehmenden wurde ein z. T. ambivalentes Erleben der Begleitforschung zurückgemeldet. Einerseits wurden die Befragungen als (zusätzliche) Belastung empfunden. Im Arbeitsalltag sei es kaum zu realisieren gewesen, die zeitlichen Ressourcen bereitzustellen, um auf den vorhandenen Gesprächsbedarf zu spirituellen und existenziellen Themen adäquat einzugehen. Es wurde deutlich, dass die Berücksichtigung spiritueller Bedürfnisse für viele Patient:innen/Bewohner:innen bedeutsam ist, aber dies nicht einfach „nebenher“ erledigt werden kann. Andererseits wurden die Effekte der Schulung und Begleitstudie hervorgehoben: Es habe einen Erfahrungszuwachs für die beteiligten Multiplikator:innen gegeben und es konnte eine höhere Sicherheit im Umgang mit geäußerten Bedürfnissen der Patient:innen/Bewohner:innen gewonnen werden. At seven cooperating sites, multipliers from residential care facilities, inpatient hospices and palliative care units participated in the SpECi curriculum (intervention). Pre- and post-intervention, training participants as well as patients/residents and (their) relatives were interviewed using validated survey instruments. The accompanying study was greatly influenced by the COVID-19-pandemic, especially as planned training participants were absent due to illness or overload, and the recruitment of patients/residents and in particular their direct relatives proved to be extremely difficult under the protective measures in place. Some of the participants reported an ambivalent experience of the accompanying research. On the one hand, the surveys were perceived as an (additional) burden, and that it was almost impossible to find the time to adequately address the need for spiritual and existential conversations in their daily work. It became clear that the consideration of spiritual needs is important for many patients/residents, but that this cannot simply be done “on the side”. On the other hand, the effects of the training and the accompanying study were emphasized: There had been an increase in experience for the multipliers and greater confidence in dealing with the expressed needs of the patients/residents.