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Spirituelle Bedürfnisse und spirituelles Wohlbefinden bei Bewohner:innen/Patient:innen aus Alten-/Pflegeheimen, Geriatrie, Palliativstationen und stationären Hospizen und ihren Angehörigen

  • Arndt Büssing,
  • Mareike Gerundt,
  • Wolfgang Niesert

摘要

Die untersuchten Bewohner:innen und Patient:innen aus Alten-/Pflegeheimen, Geriatrie, Palliativstationen und stationären Hospizen (n = 436) und ihren Angehörigen (n = 228) zeigten ein ähnliches Profil spiritueller Bedürfnisse und spirituellen Wohlbefindens. Männer hatten hier zumeist geringfügig schwächer ausgeprägte Bedürfnisse und ein geringeres psychologisches und spirituelles Wohlbefinden als Frauen. Auch wenn diese Bedürfnisse prävalent sind, so sind die Bewohner:innen und Patient:innen doch überwiegend zufrieden mit der Unterstützung durch ihre Familie einerseits und durch das therapeutische Personal andererseits. Sie sind jedoch weniger zufrieden mit der Unterstützung durch die professionelle Seelsorge. Bei den Angehörigen war der Anteil derjenigen, die zufrieden mit der Unterstützung durch das therapeutische Personal waren, deutlich geringer – und viel geringer war der Anteil derjenigen, die zufrieden mit der Unterstützung durch die Seelsorge waren. Insbesondere Pflegende haben eine besondere Bedeutung bei der Wahrnehmung und Unterstützung der Spiritualität der von ihnen begleiteten Personen, was aufgrund ihrer Arbeitsüberbelastung aber eine Herausforderung ist. Hierzu bedarf es der Veränderung von Strukturen, damit das Ideal „zu helfen“ nicht ausbrennt und es zu einer emotionalen Distanzierung kommt, die sich hemmend auf ihre Spiritual-Care-Intentionen auswirkt. The examined residents and patients from nursing homes, geriatrics, palliative care units and inpatient hospices (n = 436) and their relatives (n = 228) showed a similar profile of spiritual needs and spiritual well-being. Men tended to have slightly weaker needs and less psychological and spiritual well-being than women. Even if these needs may be unmet, the residents and patients are nevertheless mostly satisfied with the support from their families on the one hand and from the therapeutic staff on the other. However, they are less satisfied with the support provided by professional pastoral care. Among the relatives, the proportion of those who were satisfied with the support from the therapeutic staff was significantly lower – and the proportion of those who were satisfied with the support from pastoral care was much lower. Caregivers, in particular, have a particular importance in perceiving and supporting the spirituality of the people they care for, which remains a challenge due to their work overload. This requires a change of structures so that the ideal of helping does not burn out and emotional distancing occurs, which has an inhibiting effect on their spiritual care intentions.