Spiritual-Care-Kompetenzen und Belastungsempfinden der Schulungsteilnehmenden aus Alten-/Pflegeheimen, Geriatrie, Palliativstationen und stationären Hospizen
摘要
Personen, die in der Betreuung und Begleitung von Menschen aus Alten-/Pflegeheimen, Geriatrie, Palliativstationen und stationären Hospizen engagiert sind, sind im Berufsalltag großen Belastungen ausgesetzt, die ihre Ideale einer umfassenden, zuwendenden Versorgung beeinträchtigen können. Hierzu bedarf es neben einem unterstützenden Berufsumfeld auch spezifischer Spiritual-Care-Kompetenzen, die einerseits als Basiskompetenzen vorhanden sein können, andererseits jedoch noch einer Weiterentwicklung bedürfen. Bei denjenigen, die sich für das 40-stündige Curriculum Spiritual/Existential Care interprofessionell (SpECi) angemeldet hatten, wurden ein mäßiges Arbeitsbelastungs- und ein relativ geringes Cool-Down-Empfinden festgestellt. Insbesondere ihre Gesprächsführungs-, Wahrnehmungs- und Empowerment-Kompetenzen schätzten sie selbst als hoch ein, etwas geringer das Wissen über andere Religionen und Selbsterfahrung/Öffnung als Entwicklungskompetenz, während Dokumentationskompetenzen und der Teamspirit als eher gering eingeschätzt wurden. Diese Spiritual-Care-Kompetenzen sind nicht alle davon abhängig, ob jemand religiös ist. Das gilt am ehesten für Selbsterfahrung/Öffnung, ist jedoch für die anderen Kompetenzen keine Voraussetzung. Die Analysen unterstreichen außerdem die Bedeutung des zu entwickelnden Teamspirits, der zur beruflichen Zufriedenheit und zum Wohlbefinden der Mitarbeitenden beiträgt, der aber nur in wenigen Einrichtungen befriedigend realisiert zu sein scheint. Persons involved in the care and support of people from nursing homes, geriatrics, palliative care units and inpatient hospices are exposed to great stress, in their everyday work: This can impair their ideal of a comprehensive, caring treatment. In addition to a supportive professional environment, specific spiritual care competences are required, which on the one hand can exist as basic skills, but on the other hand still require further development. The study participants enrolled in the 40-hour curriculum Spiritual/Existential Care Interprofessional (SpECi) were found to have moderate workload and relatively low Cool Down perceptions. In particular, they rated their conversation, perception and empowerment competences as high, their knowledge of other religions and self-awareness/openness as development competences somewhat lower, while documentation competences and team spirit were rated as rather low. These spiritual care competences are not all dependent on whether someone is religious. Religious orientation is rather relevant for self-awareness/opening competences, but not a requirement for the other competences. The analyzes also underline the importance of developing team spirit, which contributes to the professional satisfaction and well-being of employees. However, team spirit seems to be satisfactorily realized in only a few facilities.