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Spiritual Care – Diversitätskompetenter Umgang bei geriatrischen und schwerst erkrankten Menschen

  • Marianne Kloke,
  • Wolfram Giesler

摘要

Die European Association for Palliative Care zählt „ … den spirituellen Bedürfnissen des Patienten gerecht [zu] werden“ zu den zehn interdisziplinären Kernkompetenzen für Mitarbeitende in der Palliativversorgung. Spiritual Care (SpC) trifft in Deutschland auf eine „Gesellschaft der Singularitäten“ (Reckwitz 2019), und eine damit sich verstärkende Differenzierung von Lebenswelten, in denen Unterschiede auch hinsichtlich der Spiritualität weiter zunehmen. Diversität, Migration, Transnationalität und Mobilität wirken biografisch, familiär und sozio-ökonomisch auf Spiritualität und religiöse Zugehörigkeiten ein. Somit sind in einem multiprofessionellen Team alle Fachpersonen für eine diversitätssensible Haltung und Kommunikation verantwortlich und herausgefordert, einen verstehenden und vertrauensbildenden Zugang zu Menschen und ihren familiären und sozialen Bezugssystemen zu entwickeln. Nur so wird es möglich, die individuelle Einzigartigkeit der Spiritualität zu begreifen und besprechbar zu machen. Hierzu gehört auch, die eigene Prägung und persönlichen Fremdheitsgrenzen zu erkunden und zu reflektieren. Anhand eines Fallbeispiels werden exemplarisch Lösungsansätze zum diversitätssensiblen Umgang mit Spiritualität aufgezeigt. Schlussfolgernd wird festgestellt, dass es keine spezifische SpC für Menschen mit Migrationshintergrund gibt. Von Empathie gekennzeichnete Um- und Eingehensformen auf ihre Spiritualität leisten einen erheblichen Beitrag zu einer toleranten Gesellschaft. Hierzu bedarf es der Schulung der Mitarbeitenden im Gesundheitssystem im diversitätssensiblen Umgang sowie eines Zugehens auf Multiplikatoren der verschiedenen Communitys unter Einbeziehung existierender religions- und konfessionsgebundener Strukturen und Institutionen. The European Association for Palliative Care lists “…meeting the spiritual needs of the patient” as one of the ten interdisciplinary core competencies for palliative care givers. In Germany, spiritual care (SpC) encounters a “society of singularities” (Reckwitz 2019), and at the same time growing variety of living environments, in which differences also with regard to Sp continuously increase. Diversity, migration, transnationality and mobility affect spirituality and religious affiliations biographically, familially and socio-economically. Thus, in a multi-professional team, all specialists are responsible for a diversity-sensitive attitude and communication and are challenged to develop an understanding and trust-building approach to people and their familiar and social reference systems. This is the only way to understand the individual uniqueness of Sp and make a discussion possible. This also includes exploring and reflecting on one’s own character and personal boundaries of foreignness. Based on a case study, solutions for a diversity-sensitive handling of Sp will be exemplified. Conclusion: There is no specific SpC for people with a migration background. Certainly, an empathic approach to deal with and respond to their Sp make a significant contribution to a tolerant society. This requires the training of employees in the health system in dealing with diversity and approaching multipliers in the various communities, including existing structures and organizations linked to religion and denominations.