Gestaltungskompetenz und Design Thinking im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung
摘要
Die Große Transformation hin zu nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweisen ist die zentrale Aufgabe des 21. Jahrhunderts (WGBU, 2011). Bildung für nachhaltige Entwicklung bezeichnet ein ganzheitliches Konzept, das den globalen Herausforderungen unserer vernetzten Welt begegnet. Ziel der Bildungsoffensive ist es, zu informieren und zu verantwortungsvollen Entscheidungen im Sinne ökologischer Integrität, ökonomischer Lebensfähigkeit und einer chancengerechten Gesellschaft zu befähigen (BNE-Portal, 2023). Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Aneignung von Gestaltungskompetenz, die zur Verwirklichung nachhaltiger Entwicklungsprozesse befähigt und einen Perspektivenwechsel von der Reaktion hin zur Aktion ermöglicht. Dieser Zukunftsbezug erfordert prospektive Strategien (de Haan, 2008). Hier zeigt sich ein wesentlicher Anknüpfungspunkt an die Innovationsmethodologie des Design Thinking, die als erfinderisches Denken in multidisziplinären Teams zur Entwicklung von kreativen Lösungsideen für komplexe Herausforderungen beschrieben werden kann. In unterschiedlichen Bildungsbereichen findet Design Thinking bereits verstärkt Beachtung (Lor, 2017). Obwohl sich vielfältige Chancen zur Unterstützung der Bildung für nachhaltige Entwicklung zeigen, ist Design Thinking hier kaum verbreitet (BNE-Portal, 2023). In diesem Beitrag werden wesentliche Aspekte des Design Thinking vorgestellt und beispielhaft Bezüge zur Unterstützung der Gewinnung von Gestaltungskompetenz im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Hochschulbereich aufgezeigt. Anhand eines Beispiels aus der eigenen Hochschullehre am Institut für Bildungsmanagement der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg wird anschließend die praktische Umsetzung veranschaulicht.