CO2-Fußabdruck von „klassischen“ und „neuen“ bildungstechnologischen Formaten in Hochschulen am Beispiel der Technischen Hochschule Mittelhessen
摘要
Der Einsatz von neuen bildungstechnologischen Formaten gewinnt in den letzten Jahren nicht nur durch die Corona-Pandemie an Bedeutung in Hochschulen. Klassische Präsenzlehre wird durch neue Online- und Hybridlehre substituiert. Der damit verbundene Transformationsprozess bedeutet einen veränderten Verbrauch an natürlichen Ressourcen und damit einhergehend ökologische Auswirkungen. Der vorliegende Artikel zeigt die Ergebnisse einer explorativen Studie zu den Umweltauswirkungen von bildungstechnologischen Formaten am Beispiel der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) auf. Hierzu wurde zum einen eine konzeptionelle Vorgehensweise zur Analyse und Bewertung entwickelt, zum anderen diese durch eine vergleichende Ökobilanz mit Fokus auf den CO2-Fußabdruck anhand des Fallbeispiels der THM erprobt und validiert. Im Fokus steht dabei die Analyse von „neuen“ bildungstechnologischen Formaten der Online- und Hybridlehre im Vergleich zu dem klassischen bildungstechnologischen Format der Präsenzlehre als Vorlesung. Die Ergebnisse zeigen, dass die CO2-Fußabdrücke maßgeblich durch das mit den bildungstechnologischen Formaten verbundene Mobilitätsverhalten beeinflusst werden. Ebenso haben der Einsatz und die Vielfalt von IKT-Geräten einen relevanten Einfluss. Die Ergebnisse für den betrachteten Fall zeigen, dass der CO2-Fußabdruck für eine Stunde Kompetenzerwerb von Präsenzlehre als Vorlesung das 12,5-fache, der von Hybridlehre als Vorlesung das 5,6-fache im Vergleich zur Onlinelehre als Vorlesung mit 1,94 kg CO2e beträgt.