Planetary Health: Einsatz von Strukturmodellen im Kontext der Vermittlung von Transformationskompetenzen im Public Health Studium – Ein Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung
摘要
Der Logik des Strategiekonzepts Health in All Policies folgend werden im Kontext von Planetary Health intersektorale Kooperationen sowie die gleichberechtigte Einbeziehung von öffentlichen und privaten Akteuren als wichtige Voraussetzungen für eine klimaresiliente und gesundheitsfördernde Stadt- und Regionalentwicklung betrachtet. Somit steigt der Druck auf Hochschulen, Studierende auf den Einsatz von Kooperationsformaten wie Multi-Akteurs-Netzwerke (MAN) und auf weitere praxisorientierte Ansätze zur Überwindung bestehender Zielkonflikte und Dilemmata zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitszielen vorzubereiten. Während hochschuldidaktische Formate wie das projektorientierte Lernen oder das forschende Lernen im Kontext der Bildung für Planetary Health zunehmend thematisiert werden, wird in der Diskussion die konkrete Anwendung klassischer und aktueller Strukturmodelle (z. B. DPSEEA-Modell der WHO) und sowie von Instrumenten der Zukunftsforschung wie die Cross-Impact-Analyse für den Umgang mit „wicked problems“ selten angesprochen. Der Beitrag befasst sich zunächst mit der Frage, inwiefern das Konzept Planetary Health einen Paradigmenwechsel für die Didaktik im Studienfach Public Health darstellen kann. Im Anschluss daran werden Konzepte für eine schrittweise Einführung zum Umgang mit komplexen Problemen bei der Planung und Gestaltung einer integrierten kommunalen Gesundheitsstrategie im Kontext des Planetary Health diskutiert und mithilfe der Ergebnisse einer Analyse von Handbüchern und Forschungsberichten oder Fallstudien ergänzt.