Wirkmechanismen anfallssuppressiver Medikamente (G. Krämer)
摘要
Die Wirkmechanismen der anfallssuppressiven Medikamente sind nur teilweise aufgeklärt. Sie schließen v. a. Effekte auf spannungsabhängige Natrium- und Kalziumkanäle und die Modulation von GABA- und glutamatergen Effekten und der Neurotransmitterfreisetzung ein. Die meisten ASM haben multiple Effekte, die zur Wirksamkeit beitragen. Lediglich für Everolimus liegt eine krankheitsspezifische Modulation (mTOR-Inhibition) vor. Ansonsten spielen die Wirkmechanismen bei der Wahl eines ASM zur Behandlung bestimmter Anfallsformen und Epilepsien nur bedingt eine Rolle. Bei Kombinationstherapien kann eine Gabe von Medikamenten mit verschiedenem Wirkmechanismen sinnvoll sein.