Behandlungsschritte nach Versagen der Erstbehandlung
摘要
Nach Versagen der Erstbehandlung erfolgt eine Umstellung auf eine alternative Monotherapie oder Kombinationsbehandlung, letztere bei bestimmten schweren Epilepsiesyndromen sogar bevorzugt. Wichtig ist die Beachtung pharmakokinetischer und pharmakodynamischer Wechselwirkungen. Kombinationstherapien aus mehr als drei ASM sollten vermieden werden. Bei Auftreten pharmakodynamischer Störwirkungen während der Eindosierung eines neuen ASM mit ähnlichem Wirkmechanismus, sollte die Dosis des zuvor etablierten ASM reduziert werden. Bei ausbleibender Anfallsfreiheit nach zwei adäquat gewählten und eingesetzten ASM besteht definitionsgemäß eine Pharmakoresistenz. Dies sollte vor allem zu einer erneuten Überprüfung von Diagnose und Klassifikation führen. Eine erweiterte Diagnostik kann personalisierte Therapieansätze (metabolisch, genetisch-pathophysiologisch, Epilepsiechirurgie) eröffnen. Bei hochgradig pharmakorefraktärem Verlauf müssen die Therapieziele, z. B. mit Konzentration auf besonders belastende Anfälle und verbesserte Teilhabe zusammen mit den betroffenen Familien sorgsam neu festgelegt werden.