Erstbehandlung bei Epilepsie
摘要
Die Auswahl des ersten anfallssuppressiven Medikaments (ASM) hängt von verschiedenen Faktoren ab: Anfallstyp(en), Epilepsiesyndrom, Anfallsschwere und -häufigkeit, Alter, Geschlecht, Komorbiditäten, (aktuellen oder zu erwartenden) Wechselwirkungen und Zulassungsstatus. Ziel der Erstbehandlung ist eine komplette Beschwerdefreiheit, also eine Anfallsfreiheit ohne Störwirkungen der Therapie. In Ausnahmefällen spielt auch eine EEG-Verbesserung eine Rolle. Zunächst wird das ASM in der Regel schrittweise bis zur ersten sinnvollen Dosisstufe gesteigert, wobei sich die mögliche Eindosierungsgeschwindigkeit der ASM deutlich unterscheiden kann. Bei Beschwerdefreiheit wird die Therapie fortgeführt. Bei einer Unverträglichkeit wird die Dosis reduziert, bzw. das ASM durch ein anderes ersetzt. Bei guter Verträglichkeit, aber weiteren Anfällen wird die Dosis so lange gesteigert, bis entweder eine Beschwerdefreiheit oder die höchste verträgliche/sinnvolle Dosierung erreicht ist. Die Serumkonzentration eines ASM kann Hinweise auf mögliche Dosierungsreserven geben, spielt aber meist eine untergeordnete Rolle.