Bei erfolgloser Monotherapie nach Diagnosestellung einer Epilepsie sollte zunächst nochmals die Diagnose überprüft und – sofern zutreffend – eine ausreichende Adhärenz sichergestellt werden. Ist beides gewährleistet, richtet sich die weitere Therapie nach der Kombinierbarkeit mit der Erstmedikation, da unter Umständen – bei zur dann erreichten Anfallsfreiheit – nicht zwingend eine Monotherapie mit dem 2. Medikament erfolgen muss. Weil bei Erwachsenen oft eine langjährige oder sogar lebenslange medikamentöse Behandlung erforderlich ist, sollte auch berücksichtigt werden, dass für die Anschlussbehandlung eine hohe Wahrscheinlichkeit einer langfristig guten Verträglichkeit besteht. Interaktionsarmut, ein niedriges Teratogenitätsrisiko bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch und ein günstiges Neurotoxizitätsprofil sind entscheidend für die richtige Wahl. Epilepsiechirurgische Optionen sollten frühzeitig geprüft werden.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Vorgehen nach Versagen der Erstbehandlung

  • Günter Krämer,
  • Bernhard J. Steinhoff

摘要

Bei erfolgloser Monotherapie nach Diagnosestellung einer Epilepsie sollte zunächst nochmals die Diagnose überprüft und – sofern zutreffend – eine ausreichende Adhärenz sichergestellt werden. Ist beides gewährleistet, richtet sich die weitere Therapie nach der Kombinierbarkeit mit der Erstmedikation, da unter Umständen – bei zur dann erreichten Anfallsfreiheit – nicht zwingend eine Monotherapie mit dem 2. Medikament erfolgen muss. Weil bei Erwachsenen oft eine langjährige oder sogar lebenslange medikamentöse Behandlung erforderlich ist, sollte auch berücksichtigt werden, dass für die Anschlussbehandlung eine hohe Wahrscheinlichkeit einer langfristig guten Verträglichkeit besteht. Interaktionsarmut, ein niedriges Teratogenitätsrisiko bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch und ein günstiges Neurotoxizitätsprofil sind entscheidend für die richtige Wahl. Epilepsiechirurgische Optionen sollten frühzeitig geprüft werden.