Prinzipien der medikamentösen Epilepsietherapie
摘要
Die Behandlung von Epilepsien im Erwachsenenalter besteht in weitaus den meisten Fällen nach wie vor in einer chronischen Arzneimitteltherapie, deren Ziel eine dauerhafte und verlässliche Anfallsfreiheit ohne medikamentös bedingte Neben- oder Störwirkungen ist. Die Besonderheit besteht darin, dass zur Prophylaxe paroxysmal und im Vergleich zur Lebensspanne selbst bei hochaktiven Epilepsien extrem selten auftretender Symptome eine dauerhafte Medikationseinnahme erforderlich ist. Da somit im Grunde zunächst nur dem Auftreten von Anfällen vorgebeugt wird, ohne dass ein kuratives Prinzip besteht, werden die dabei eingesetzten Arzneimittel auch als anfallssuppressive Medikamente (ASMs) oder Anfallssuppressiva bezeichnet. Die früher gebräuchlichen Begriffe Antikonvulsiva und Antiepileptika sind obsolet: Nicht alle Anfälle sind konvulsiv und in den meisten Fällen adressieren die Medikamente nicht die mit Anfällen assoziierte Grunderkrankung (dann wäre der Begriff Antiepileptika berechtigt), sondern lediglich die Anfälle selbst.