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Schizophrenie oder andere primäre psychotische Störungen

  • Christian Lange-Asschenfeldt,
  • Ludger Tebartz van Elst

摘要

Wesentliche Änderungen Das ICD-Kapitel wurde umbenannt in „Schizophrenie und andere primäre psychotische Störungen“ (6A2). Die klassischen Schizophreniesubtypen entfallen, stattdessen erfolgt eine obligatorische individuelle Spezifizierung durch Symptomindikatoren, welche das aktuelle Syndrom im Querschnitt abbilden und sich im Krankheitsverlauf (längsschnittlich) ändern können. Symptomindikatoren gelten für alle primären psychotischen Störungen mit Ausnahme der schizotypen Störung. Die Katatonie wird als eigenständiges Störungsbild geführt und aus dem Kapitel der Schizophrenie bzw. anderen psychotischen Störungen ausgegliedert. Die Bedeutung der Schneider'schen Erstrangsymptome für die Diagnosestellung der Schizophrenie verliert ihren Vorrang. Künftig sind die aufgezählten Symptome in ihrer Gewichtung gleichwertig, es müssen generell zwei Symptome erforderlich sein. Die Längsschnittcharakterisierung mittels Verlaufsindikatoren erlaubt zukünftig die Berücksichtigung der „Erstepisode“ bei allen primären psychotischen Störungen mit Ausnahme der schizotypen Störung. Die Einführung eines Schweregradindikators ergänzt eine dimensionale Komponente in der Diagnostik aller primären psychotischen Störungen mit Ausnahme der schizotypen Störung. Für die Diagnose einer schizoaffektiven Störung ist eine mindestens mittelgradige Episode einer affektiven Störung gleichzeitig oder zeitnah zu Symptomen einer Schizophrenie gefordert. Zwangssymptome mit Wahncharakter werden im Kapitel Zwangsspektrumsstörungen kodiert, dort erfolgt entsprechend eine neue Zusatzkodierung „mit geringer oder fehlender Einsicht“.