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Arbeit einer Gutachterkommission oder Schlichtungsstelle

  • Alban Braun,
  • Christian Schlesiger

摘要

Die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen in Deutschland wurden in den 1970er Jahren etabliert, um medizinische Behandlungsverläufe außerhalb von Gerichtsverfahren objektiv zu bewerten. Sie werden von den Landesärztekammern getragen. Diese Einrichtungen agieren neutral und unabhängig und unterstützen sowohl den Patienten als auch die Mediziner. Ziel ist es, bei möglichen Behandlungsfehlern eine Klärung herbeizuführen und Schadensersatzansprüche zu identifizieren. Die Verfahren sollen im Idealfall eine Einigung herbeiführen, um langwierige Zivilprozesse zu vermeiden. Die Verfahren sind freiwillig und die Verfahrensbeteiligten können sich vertreten lassen. Die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen sind niedrigschwellig zugänglich. Die Nutzung ist kostenlos. Für Patienten bieten diese Einrichtungen eine Möglichkeit, medizinische Behandlungen unabhängig zu überprüfen und Ansprüche geltend zu machen. Für Ärzte können sie helfen, Konflikte zu deeskalieren, ihre Qualität zu überprüfen und zur Patientensicherheit beizutragen. Die Informationen aus den Verfahren können zur Wissensgenerierung und Qualitätssicherung genutzt werden. Schwierigkeiten bei der Bewertung ergeben sich jedoch aus der Verquickung von Behandlungsfehlervorwürfen und allgemeinen Beschwerden sowie aus der emotionalen Bedeutung negativer medizinischer Erlebnisse für die Patienten.