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Die Sprachenfrage im Reformjudentum, im Zionismus und in Palästina/Israel

  • Karin Neuburger Twito

摘要

Das Verhältnis der Juden zur deutschen Sprache vom Reformjudentum über den Zionismus bis in die Gegenwart des Staates Israel weist im Überblick zwei Tendenzen auf, die sich weniger widersprechen, als dass sie sich gegenseitig bedingen. Zum einen Katalysator und Indikator der Zugehörigkeit zum deutschen Volk, zum anderen aber geradezu Ausdruck jüdischer Identität wirkt die deutsche Sprache im Zusammenspiel mit dem Hebräischen assimilatorisch und dissimilatorisch zugleich. Die Fortsetzung dieses Zusammenspiels, die u. a. der paradigmatischen Funktion des Deutschen als Bildungssprache der Moderne geschuldet ist, lässt sich auch im Hebräischen des jüdischen Staates beobachten. – In the transition from Reform Judaism through Zionism to the State of Israel, two tendencies manifest themselves with regard to how Jews related to the German language – tendencies that seem contradictory, but are actually interdependent. As a catalyst for and indicator of belonging to the German people, on the one hand, and as expression of Jewish identity on the other, the German language in interplay with Hebrew fosters both assimilation and dissimilation. The continuation of this interplay, which also stems from the paradigmatic function of German as language of the educated in the modern world, continues to show itself in the Hebrew culture of the Jewish state.