Die Corona-Pandemie – eine Herausforderung an der Schnittstelle von Medizin und Musik
摘要
Die durch den SARS-CoV-2 ausgelöste Corona-Pandemie und die durch dieses Virus verursachte Erkrankung COVID-19 hat weltweit sowohl für die medizinischen Versorgungsstrukturen als auch für die Musikwelt ganz neue Herausforderungen mit sich gebracht, für die es keine Vorerfahrungen gab und welche deswegen von Grund auf neu erarbeitet werden mussten. Insbesondere der Hauptübertragungsweg des SARS-CoV-2 über Aerosole machte es notwendig für den Musikbereich eigene Risikoeinschätzungen und Hygienekonzepte zu entwickeln, die zum einen dazu beitragen das Infektionsrisiko beim Singen und Musizieren deutlich zu reduzieren, die zum anderen aber die praktische Musikausübung unter Kenntnis und Minimierung des Infektionsrisikos weiterhin ermöglichen. Neben den rein infektiologischen und präventiven Parametern, wie beispielsweise dem Impfen, dem Testen sowie der Beachtung von Abständen und Optimierung der Raumluft, war es hierbei wichtig, auch die langfristigen psychosozialen Folgen der Pandemie für alle Bereiche des Professionellen- und Amateurmusiksektors unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Altersgruppen im Blick zu behalten. Da Singen und Musizieren für die psychische Gesundheit gesamtgesellschaftlich äußerst positiv und wichtig sind, muss bei abnehmender Gefährdung durch Corona in der Phase der Endemie eine angstfreie musikalische Praxis wieder neu etabliert werden.