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Musik und Emotionsregulation bei Kindern und Jugendlichen

  • Ingo Roden,
  • Stephan Bongard,
  • Gunter Kreutz

摘要

Schon in der Antike gingen die Griechen von einer emotional positiven, befreienden Wirkung von Musik auf die menschliche Psyche aus. Die musikalischen Vorgänge im Menschen wurden in 2 Prozesse unterteilt: Auf der einen Seite sollte Musik dazu dienen, in der Mimesis Geschehnisse der realen Welt zu imitieren. Auf der anderen Seite sollte sie aufgrund emotionaler Erlebnisse während des Musikhörens durch die Katharsis (ein Begriff, den sich später auch Sigmund Freud zu eigen machte) die Psyche reinigen (Juslin & Sloboda, 2001). Auch heute noch ist die Ansicht weit verbreitet, dass Musik das Wohlbefinden positiv beeinflussen, Emotionen regulieren und sich sozial integrativ auswirken kann. Jäncke schränkt indessen ein, dass »trotz aller eindrücklichen Beispiele aus dem Alltag, welche uns die emotionale Kraft der Musik vor Augen führen (…), die wissenschaftlichen Grundlagen der emotionalen Wirkung von Musik bisher eher spärlich erforscht« seien (Jäncke, 2009, S. 238). Insbesondere die Auswirkungen des Musizierens auf Instrumenten ist gegenüber dem Anhören von Musik in vergleichsweise geringem Umfang wissenschaftlich untersucht worden. Diese Einschränkung gilt auch für die emotionalen Wirkungen von Musik, die mit Blick auf das Musikhören besser und mit Blick auf das Musizieren weniger gut verstanden werden.