Bildgebung und Klassifikation von Verletzungen
摘要
Die Durchführung bildgebender Verfahren im Kindesalter stellen für die Eltern und Kinder, aber auch für die durchführenden Personen immer eine große Herausforderung dar. Um mit geringem Aufwand ein optimales Resultat bezüglich der gewünschten Diagnostik zu bekommen, müssen gewisse Voraussetzungen bekannt sein, aber auch erfüllt werden. In diesem Kapitel werden die heute mehrheitlich angewendeten Verfahren beschrieben sowie die entsprechenden technischen Voraussetzungen erwähnt. Nach wie vor spielt die konventionelle Radiologie die entscheidende Rolle in der Diagnostik des Skelettes im Kindes- und Jugendalter. Sie ist schnell und überall durchzuführen und relativ einfach zu interpretieren. Zunehmend nehmen jedoch Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) einen größeren Stellenwert ein. Die Röntgentechnologie hat sich dank der Digitaltechnik in den letzten Jahren rasant entwickelt, mit einer enormen Steigerung der Bildqualität und der diagnostischen Möglichkeit unter gleichzeitiger massiver Reduktion der Strahlenbelastung. Zudem wurde auch eine bessere Archivierung des Bildmateriales ermöglich. Noch wichtiger erscheint jedoch im Sinne der Qualitätssteigerung in der Diagnostik, dass dadurch der Bildaustausch zwecks Diskussion und Meinungsbildung erleichtert wurde. Aus der qualifizierten Bildgebung resultiert eine adäquate Klassifikation der Verletzung. Hier hat vor allem die Klassifikation der «pediatric expert group» der AO für die Schaftfrakturen im Kindesalter einen erheblichen Gewinn bezüglich einheitlicher und reproduzierbarer Bezeichnung der Frakturen geschaffen, zudem lassen sich in einigen Bereichen therapeutische Konsequenzen ableiten. Systematik und klinische Umsetzung werden im zweiten Teil des Kapitels dargelegt.