Unterarmschaft
摘要
Unterarmfrakturen sind die häufigsten Schaftfrakturen im Kindesalter (zehn Prozent aller Frakturen). Funktionell ist die Unterarmschaftfraktur wie eine Gelenkfraktur anzusehen. Achsenfehlstellungen dürfen nur bis zum fünften Lebensjahr und nur bis maximal 20° toleriert werden. Konventionelle Röntgenaufnahmen des Unterarmes in zwei Ebenen mit Einschluss der benachbarten Gelenke bilden die Basis der Diagnostik. Das Therapieziel ist die Wiederherstellung der Funktion, v. a. der Supination und Pronation. Stabile Frakturen werden konservativ versorgt (Ruhigstellung für drei bis sechs Wochen). Bei instabilen Frakturen ist die elastisch-stabile intramedulläre Nagelung (ESIN) die Methode der Wahl. Selten (Weichteile) ist der Fixateur externe indiziert. Die Plattenosteosynthese ist eine Ausnahmeindikation. Nach der operativen Therapie liegt eine übungsstabile Situation vor und es ist eine frühfunktionelle Nachbehandlung möglich. Komplikationen sind selten (Läsionen der Sehne des M. extensor pollicis longus, Wundinfektionen, Irritationen über den Nagelenden). Passagere Einschränkungen der Pronation/Supination in der Phase der stärksten Kallusbildung verschwinden zuverlässig im Rahmen des Remodellings. Verzögerte Heilungen treten bei etwa 1 % der ESIN-versorgten Frakturen auf. Bei der Monteggiafraktur besteht die Kombination einer Luxation des Radius mit einer Ulnafraktur. Röntgenaufnahmen des Unterarms in zwei Ebenen unter zwingendem Einschluss der benachbarten Gelenke bilden die Basis der Diagnostik. Die sichere Retention des Radiuskopfes in der korrekten Position ist das führende Kriterium der Therapie. Meist führt eine intramedulläre Nagelung der Ulna zur Spontanreposition der Radiusluxation. Die Fraktur darf nicht übersehen werden!