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Notfallmaßnahmen am Kind

  • Markus Lehner,
  • Clemens Silbereisen,
  • Florian Hoffmann

摘要

Unfälle sind die häufigste Ursache für Invalidität oder Tod im Kindesalter, obwohl das Risiko für Kinder, im Straßenverkehr zu verunfallen, gesunken ist. Die adäquate Notfallversorgung von Kindern erfordert nicht nur vom Rettungsdienstpersonal, sondern auch von den behandelnden Notärzten ein spezielles Fachwissen. Die Anlage eines peripher-venösen Zugangs, die Applikation von Medikamenten und nicht zuletzt die endotracheale Intubation bereiten einem Notarzt in dieser Altersgruppe nicht selten erhebliche Probleme. Es ist das Ziel, das schwerverletzte Kind unter Sicherstellung einer ausreichenden Oxygenierung und eines ausreichenden Organperfusionsdruckes rasch in ein pädiatrisches Notfallzentrum zu bringen. Dabei folgen die Sicherung des Atemweges (Maske, Larynxmaske) und die Stabilisierung der Herz-Kreislauf-Funktion spezifischen pädiatrischen Algorithmen. Unverzichtbar ist hierzu ein parenteraler Zugang. Die erforderliche Analgesie nach Trauma ist ab dem Schulkindalter die häufigste Indikation für einen Notarzteinsatz beim Kind. Hier kommt der intranasalen Verabreichung von Analgetika ein hoher Stellenwert zu. Zielgrößen der präklinischen Volumentherapie sind eine warme und offene Peripherie mit einer Rekapillarisierungszeit von weniger als zwei bis drei Sekunden, ein altersentsprechend normaler Blutdruck sowie die Normalisierung der schockbedingten Tachykardie. Die initiale Volumentherapie erfolgt durch kristalloide Lösungen wie z. B. Vollelektrolyt-Lösung, Ringer-Acetat etc. Die häufigste Ursache für eine Reanimationssituation im Kindesalter ist ein respiratorisches Versagen. Die Bergung des Trauma-Patienten erfolgt achsengerecht ggf. mittels Schaufeltrage. Die Behandlung schwerverletzter Kinder sollte in einem überregionalen Traumazentrum erfolgen, das über eine spezielle Expertise für Kinder und eine Kinderintensivstation verfügt.