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Proximaler Oberarm und Schaft

  • Hauke Rüther,
  • Stephan David

摘要

Proximale und Humerusschaftfrakturen stellen im Kindes- und Jugendalter seltene Entitäten dar. Die proximale Humerusfraktur hat aufgrund der großen Potenz der Wachstumsfuge ein enormes Korrekturpotenzial, sodass die konservative Therapie auch bei groben Fehlstellungen gerade unter dem 10. Lebensjahr den Standard darstellt. Für „Komfortindikationen“ bzw. grob dislozierte Frakturen des Adoleszenten stellt die retrograde intramedulläre Nagelosteosynthese von radial den Standard dar. Eine Klassifikation anhand von Winkelbestimmungen ist aufgrund der fehlenden Genauigkeit der Messung nicht möglich, sodass dieses Kapitel einen praktikablen Algorithmus zur Behandlung der Verletzung aus der Sektion Kindertraumatologie der DGU enthält. Humerusschaftfrakturen kommen gehäuft im Rahmen von Mehrfachverletzungen vor. Die Korrekturgrenzen sind hier gering. In den meisten Fällen ist jedoch die konservative Behandlung mittels Gilchristverband mit oder ohne Brace möglich. Den Goldstandard für die operative Therapie stellt die bilaterale retrograde intramedulläre Nagelosteosynthese dar. Die Prognose der proximalen und Humerusschaftfrakturen ist sehr gut.