Acetabulumverletzungen, Hüftluxation und Schenkelhalsfrakturen
摘要
Frakturen der Hüftpfanne stellen eine äußerst seltene Verletzung im Kindesalter dar. Dafür verantwortlich ist einerseits die hohe Elastizität des jungen Skeletts, besonders aber die hohe Verformbarkeit des Beckens und somit auch der Hüftpfanne. Andererseits fehlt beim Kind oft die nötige kinetische Energie, die zur Verletzung führt, wenn auch neuere, hochenergetische Sportarten eine Häufung solcher Verletzungen bedingen. Die fachliche Erfahrung in den meisten Kliniken ist gering, sodass das Kind einer spezialisierten Klinik zugeführt werden sollte. Eine Dringlichkeit besteht lediglich bei der traumatischen Hüftluxation. Unsachgemäß versorgte Hüftpfannenbrüche können einerseits zur Früharthrose führen, andererseits aber auch das Gangbild stark beeinträchtigen und permanente Schmerzen auslösen. Wachstumsstörungen der Hüftpfanne werden bei Verletzung der Y-Fuge vor dem 8. bis 9. Lebensjahr beobachtet und führen zu sekundären Hüftdysplasien. Frakturen des proximalen Femurendes, also Schenkelhalsfrakturen beim Kind sind ebenfalls relativ selten und werden je nach Region und Einzugsgebiet nur ein- bis zweimal im Jahr gesehen. Dementsprechend ist auch hier die Expertise gering. Wenn immer es geht, sollte eine spezialisierte Klinik die Behandlung übernehmen. Die größte Komplikation, eine posttraumatische Hüftkopfnekrose, kann durch sachgemäße Behandlung weitgehend vermieden werden.