错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Beckenverletzungen

  • Peter C. Strohm,
  • Wolfgang Schlickewei

摘要

Verletzungen des Beckens und Acetabulums bei Kindern und Jugendlichen sind selten. Das Beckenskelett hat im Wachstum einige Besonderheiten, die sich auf Diagnostik und Therapie auswirken. So kann sich das Becken in diesem Lebensalter durch die einwirkende Energie plastisch deformieren, was die Diagnose manchmal erschwert. Die Avulsionsverletzungen des Beckens sind die häufigsten Beckenverletzungen und meist Folge von sportlicher Aktivität. Die Verletzungen des Beckenrings und Acetabulums treten meist als Folge von Hochrasanztraumen auf und die Patienten erleiden in vielen Fällen Begleitverletzungen, nicht selten liegt ein Polytrauma vor. Die Diagnostik umfasst Inspektion (Hämatome am Becken/Oberschenkel, Schamlippen, Hoden), digital-rektale Untersuchung und Stabilitätsprüfung des Beckens. In der Regel wird ein konventionelles Röntgenbild als Beckenübersicht angefertigt, im Zweifel und beim Polytrauma eine Computertomographie durchgeführt. Ein Großteil der Beckenfrakturen wird konservativ behandelt, bei „Open-Book-Verletzungen“, horizontaler und vertikaler Instabilität sowie hämodynamisch wirksamen Beckenverletzungen besteht eine absolute Operationsindikation. Als Implantate kommen der Fixateur externe, Schrauben und Platten zum Einsatz. Ziele sind schnelle Mobilisation und Restitutio ad integrum, bei den häufig plastisch deformierten Becken ist eine anatomische Reposition aber oft nicht möglich. Das Outcome ist im Vergleich zu den Erwachsenen besser, die Mortalitätsrate allerdings höher. Verbleibende Deformitäten und bei Acetabulumfrakturen ein vorzeitiger Fugenschluss sind möglich.