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Abdominaltrauma

  • Justus Lieber,
  • Jörg Fuchs

摘要

Abdominalverletzungen treten bei etwa 2–5 % der verunglückten Kinder auf. Dabei handelt es sich in aller Regel um stumpfe Traumen als Folge von Verkehrsunfällen, Stürzen und Sportunfällen. Milz, Leber und Nieren sind am häufigsten verletzt, gefolgt von Pankreas- und Hohlorganverletzungen. Über die letzten Jahrzehnte hat sich das nicht-operative Management (NOM) im Rahmen von Leitlinien zum Goldstandard entwickelt, wobei der Chirurg die multidisziplinäre Behandlung leitet. Das Vorgehen basiert auf einer intakten Bauchdecke und einer Selbstkompression des verletzten Organs durch freie Flüssigkeit unter hämaodynamischer Stabilität des Patienten durch intensivmedizinische Therapie. Mittels Angioembolisation kann in ausgewählten Fällen die NOM-Rate auf 98 % gesteigert werden. Selten ist ein operatives Vorgehen indiziert, wobei das technische Vorgehen organspezifisch ausgerichtet ist. Für ein gutes Outcome – Überleben und Organerhalt – sind Kenntnisse der Besonderheiten des pädiatrischen Patienten, die richtigen diagnostischen Pfade und aktuelle Therapieempfehlungen essenziell.