Interventionelle transhepatische und translumbale Portanlage
摘要
Zentrale Venenkatheter sind in der Medizin für die Versorgung von Patienten, die einen langfristigen venösen Zugang benötigen, nicht mehr wegzudenken. Sie bieten einen sicheren und gleichzeitig vielfach verwendbaren Zugangsweg und ersparen den Patienten oftmals die Unannehmlichkeit einer schwierigen Punktion peripherer Venen. Mit der zunehmenden Verwendung zentralvenöser Katheter ist allerdings auch die Häufigkeit katheterbedingter Thrombosen gestiegen. Langzeitkatheter sind für 10 % aller tiefen Venenthrombosen bei Erwachsenen verantwortlich, bei Kindern liegt der Anteil gar bei 50–80 % (Citla Sridhar D et al. 2020). Nicht selten stellen dabei multiple periphere oder zentrale chronische Gefäßverschlüsse eine große Herausforderung für die erneute Implantation eines Portkatheters über die obere Extremität dar. Verschiedene minimal-invasive Techniken und alternative Zugangswege wurden für Situationen etabliert, bei denen eine Implantation über den konventionellen Weg nicht mehr möglich ist. Am häufigsten werden in der Literatur hierbei Zugänge über die V. femoralis communis, die V. hepatica und die V. cava inferior beschrieben (Denny DF 2011; Grözinger G et al. 2018). Aufgrund des geringeren Patientenkomforts und der hohen Infektionsrate sollte die V. femoralis communis allenfalls als vorübergehender Zugang, aber, wenn möglich, nicht für die Langzeittherapie genutzt werden (Ge X et al. 2012). Im Folgenden soll eine detaillierte Beschreibung der transhepatischen und translumbalen Port-Implantation gegeben werden.