Rom, Massalia und die Kelten. Diplomatie und Intervention an der südgallischen Küste im 2. Jahrhundert
摘要
Nach einer längeren Phase kurzzeitiger römischer Interventionen in Südgallien führten erst die Feldzüge der Jahre 125–121 v. Chr. zu einer dauerhaften Präsenz Roms in dieser Region. Der Beitrag untersucht die Ursachen und Folgen dieser Operationen. Dabei wird die These vertreten, dass erst Jahrzehnte nach der Eroberung Schritte zu einer zentral organisierten Verwaltung der neuen Provinz unternommen wurden. Stattdessen entstand zunächst ein Raum, in dem private Akteure aus Rom und Italien, geschützt durch das militärische Drohpotential der Legionen, weitgehend ungestört Handelsverbindungen aufbauen und beträchtliche Gewinne erwirtschaften konnten.