Der Triumph des Manlius Vulso und die Frage nach der Kontingenz im ‚kurzen‘ zweiten Jahrhundert
摘要
Die Einleitung geht am Beispiel der Debatte um die Gewährung eines Triumphes für Cn. Manlius Vulso 187 v. Chr. den sich aus diesem Triumph in den Augen sowohl zeitgenössischer als auch nachgeborener Römer ergebenden Problemen nach. Damit wird die für den Sammelband grundlegende Frage nach der Wahrnehmung von Veränderungen in der römischen Republik adressiert. Immer wieder brach Unerwartetes und Unerwünschtes in den (im vorliegenden Fall: politischen) Alltag ein und evozierte Reaktionen, die in verschiedenen Modi der Erwartung von und des Umgangs mit Wandel konzeptualisiert werden können. Aus der Betrachtung ergibt sich, dass die Republik im ‚kurzen‘ 2. Jahrhundert (i. e. vom Ende des Zweiten Punischen Krieges bis zum Volkstribunat des Tiberius Gracchus) nie ‚klassisch‘ gewesen sein kann, da fortwährend Kräfte am Werk waren, die zugleich sowohl Kontinuitäten als auch Diskontinuitäten der politischen, sozialen, ökonomischen, religiösen und kulturellen Felder befeuerten.