Endovaskuläre Therapie bei Gefäßprotheseninfektionen
摘要
Die primäre und sekundäre Infektion von eingebrachten Gefäßprothesen oder Endoprothesen (G-/EPI) ist eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation in der Gefäßchirurgie. Klassifiziert werden postoperative Infektionen nach gefäßrekonstruktiven Eingriffen vorrangig nach Szilagyi (Szilagyi et al. 1972), wobei nur die Grad-III-Infektion das Prothesenmaterial direkt miteinbezieht. Im Hinblick auf die Ausdehnung eines ProtheseninfektsProtheseninfektion kann die Klassifikation von Zühlke und Kollegen herangezogen werden (Zühlke et al. 1994). Die Verläufe sind in Abhängigkeit von der Lokalisation der infizierten Prothese, dem vorliegenden Keimspektrum bzw. der Virulenz der Erreger sowie dem Allgemeinzustand des Patienten unter konservativer Therapie kompliziert. Arrosionsblutungen, Sepsis und Multiorganversagen sind die meist fatalen Folgen. Aufgrund der Individualität und Komplexität der Fälle sollte eine Behandlung im multidisziplinären Kontext aus Gefäßchirurgie, Infektiologie, Mikrobiologie, Radiologie, Nuklearmedizin und Pathologie erfolgen (Mayer et al. 2020). Im folgenden Kapitel werden Indikation, Stellenwert und Datenlage einer endovaskulären Therapie von G-/EPI vorgestellt und diskutiert. Des Weiteren erfolgt ein Überblick über prinzipielle technische Überlegungen und Voraussetzungen.