Der infizierte Dialyseshunt
摘要
Infektionen des Hämodialysezuganges sind häufige Komplikationen und stellen wegen der weitreichenden systemischen (Sepsis, Endokarditis) und lokalen Konsequenzen (drohender Verlust des Dialysezugangs) eine Herausforderung im klinischen Alltag dar (Neckerauer et al. 2020). Infektionen von Vorhofkathetern sind hierbei am häufigsten. Im Vergleich zum Prothesenshunt und zum autologen Shunt ist bei liegendem Vorhofkatheter das Risiko für eine Bakteriämie 10-fach erhöht (Taylor et al. 2004). Zentralvenöse Katheter sollten daher nur dann als langfristiger Gefäßzugang Verwendung finden, wenn alle Möglichkeiten der Anlage einer arteriovenösen Fistel oder einer Gefäßprothese erschöpft sind (Girndt et al. 2019). Durch einen Wechsel des Hämodialysezuganges auf eine AV-Fistel (autolog/Prothese) sinkt zudem die Rate an Hospitalisationen und die Mortalität der Dialysepatienten signifikant (Lacson et al. 2010; Allon et al. 2006), was unbedingt vor der Einleitung der Dialyse bei Planung des Hämodialysezuganges Beachtung finden sollte.