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Septische Aortitis

  • Mario Lescan

摘要

Die Aortitis ist eine akute oder chronische Entzündung der Aortenwand, die ätiologisch meist eine autoimmune Genese hat (nichtinfektiöse Aortitis). Die primären Großgefäßvaskulitiden (Riesenzellarteriitis, Takayasu-Arteriitis), die isolierte idiopathische Aortitis sowie Formen, die im Rahmen rheumatologischer Erkrankungen auftreten, sind von der deutlich selteneren septischen Aortitis infektiösen Ursprungs abzugrenzen (Gornik et al. 2008). Letztere entsteht durch die mikrobielle Besiedlung der Gefäßwand mit Bakterien oder Pilzen, die von intraluminal durch die vorgeschädigte Intima die Aortenwand infiltrieren, durch septische Embolien in die Vasa vasorum bei Endokarditiden angeschwemmt werden oder sich wie bei tuberkulösem Befall des umgebenden Gewebes (z. B. Lymphknoten) per continuitatem in die Aortenwand ausbreiten. Die eingewanderten neutrophilen Granulozyten vermittelten die Entzündungsreaktion, die durch die lokal erhöhte Proteasenaktivität kontinuierlich die Gefäßwand geschädigt hat (Buckmaster et al. 1999). Dadurch kommt es zur Ausbildung von häufig sakkiform imponierenden, rupturgefährdeten Aneurysmen und Pseudoaneurysmen (Buckmaster et al. 1999). Als häufigste Erreger der septischen Aortitis in der westlichen Welt wurden Staphylokokken, Salmonellen, Streptokokken, Escherichia coli und Pilze identifiziert (Gornik et al. 2008; Oderich et al. 2001). Die Inzidenz der septischen Aortenaneurysmen lag in der Kohorte von Oderich et al. unter 1 % (Oderich et al. 2001).