Klassifikation von Gefäßprotheseninfektionen
摘要
Die Gefäßprotheseninfektion stellt ein äußerst inhomogenes Krankheitsbild dar. Prognose und Verlauf sowie therapeutische Optionen hängen von einer frühzeitigen und sicheren Diagnose ab. Die Diagnosestellung bedeutet ebenso wie die Erarbeitung eines effektiven Therapiekonzeptes im klinischen Alltag eine große Herausforderung. Darüber hinaus stellt sich die Problematik einer Evaluation der jeweiligen Therapiekonzepte, da einheitliche, vergleichbare und objektivierbare Falldefinitionen bisher fehlten. Neben der allgemein akzeptierten Definition nosokomialer Wundinfektionen nach CDC-Kriterien existieren für die Gefäßprotheseninfektionen einige historische Klassifikationen, die im Wesentlichen deskriptiver Natur sind und keine objektivierbaren Diagnoseparameter berücksichtigen. Erstmalig liefert die MAGIC-KlassifikationMAGIC-Klassifikation eine einheitliche Falldefinition anhand klinischer, radiologischer und laborchemischer Parameter. Sie ermöglicht die Nutzung zur frühzeitigen Diagnosestellung, zur wissenschaftlichen Vergleichbarkeit von Patientenkollektiven und ist in den europäischen Leitlinien zur Diagnosestellung empfohlen.