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Anästhesie bei Gefäßprotheseninfektionen

  • Karolin Geisenhainer,
  • Tino Münster

摘要

Die anästhesiologische Betreuung von gefäßchirurgischen Patienten ist sehr anspruchsvoll. Zum einen gehören die Operationen in aller Regel zur Gruppe von Eingriffen mit mittlerem bis sehr hohem Risiko. Zum anderen bestehen bei den Patienten meist nicht unerhebliche Begleiterkrankungen, welche das perioperative Risiko weiter erhöhen. Bei bestehender Infektion einer vorhandenen Gefäßprothese wird das Geschehen zusätzlich durch die Gefahr eines akut septischen Krankheitsbildes verschärft. Zunächst sollte in Abhängigkeit der OP-Dringlichkeit der präoperative Zustand durch Anamnese der körperlichen Belastbarkeit und gezielte Untersuchungen erfasst werden. Ebenso müssen Begleiterkrankungen erfasst und deren mögliche Medikation beachtet werden. Hieraus erfolgt eine Risikoeinschätzung, die in die Indikationsstellung einfließt und mit dem Patienten besprochen werden muss. Standardmäßig erfolgen die meisten Eingriffe an den großen Gefäßen meist in Allgemeinanästhesie. Anhand der präoperativen Risikostratifizierung erfolgt die Narkoseführung und die Wahl der intraoperativ zu etablierenden Überwachungsverfahren wie der invasiven Blutdruckmessung oder einem erweiterten hämodynamischen Monitoring. Ziel aller perioperativen Maßnahmen ist das Aufrechterhalten der Homöostase, v. a. stabiler Kreislaufverhältnisse. Nach einem operativen Eingriff sollte die Versorgung des Patienten in enger Absprache mit allen behandelnden Kollegen erfolgen, um unter einer engmaschigen Kontrolle mögliche Komplikationen zeitnah erkennen und behandeln zu können.