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FAP-Liganden – Potenziale in der nuklearmedizinischen Bildgebung und Theranostik

  • Yuriko Mori,
  • Katharina Dendl,
  • Emil Novruzov,
  • Stefan Körber,
  • Frederik L. Giesel

摘要

Das Kapitel „FAP-Liganden-Potentiale in der nuklearmedizinischen Bildgebung und Theranostik“ beschäftigt sich mit FAP-Liganden, die erstmalig in 2018 von Forschern der Universität Heidelberg entwickelt wurden und bereits einen klinisch erfolgreichen Einsatz bei der theranostischen Anwendung zeigen konnten. Diese Bildgebung basiert auf Tracern, die an die Typ II-Transmembran-Serinprotease FAP binden, welche von tumorassoziierten Fibroblasten (CAF) überexprimiert wird; Da sich CAFs im Tumorstroma vieler epithelialer Tumore befinden, und die FAP-Expression weitgehend spezifisch im Tumorstroma auftritt, können durch FAPI-PET verschiedene Tumorentitäten mit hoher Target-to-background-ratio abgebildet werden. Diese Eigenschaft verleiht den FAP-Liganden den Ruf als „Pan-Tumor-Tracer“. Aufgrund der Unabhängigkeit vom Glukosemetabolismus, im Vergleich mit FDG-PET, ist bei FAPI-PET Fasten nicht notwendig. Ferner, mithilfe der Bindung von Therapiestrahlern an den DOTA-Chelator können die Liganden theranostisch angewandt werden. FAP-Liganden bilden im Einzelnen auch benigne Prozesse, beispielsweise Wundheilungsprozesse, fibrotische oder inflammatorische Prozesse ab. Auch in dieser Hinsicht soll künftig die diagnostische Performance dieses Tracers ausreichend validiert werden.