Bei der Herzkatheteruntersuchung sind Patienten und das im Herzkatheterlabor anwesende Personal einer Strahlenbelastung ausgesetzt. Um diese Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten, sind verschiedene Maßnahmen erforderlich. Für den Patienten und das Personal bedeutet dies vor allem, möglichst strahlenschonende Projektionen zu benutzen und insbesondere auf stark angulierte LAO-Projektionen und zusätzlich vor allem noch auf kranial oder kaudal angulierte LAO- oder RAO-Projektionen zu verzichten. Zusätzlich ist eine gepulste Durchleuchtung mit möglichst geringer Bildzahl pro Sekunde einzustellen, um die notwendigen Bildinformationen bei möglichst geringer Strahlenbelastung zu erhalten. Der Abstand zur Röntgenröhre muss möglichst groß sein, der Abstand zum Bildverstärker möglichst gering. Die Zoomstufe ist so gering wie möglich einzustellen, jede Vergrößerung der Zoomstufe erhöht die Strahlenbelastung um das 1,5-Fache. Es ist zu empfehlen, dass möglichst immer die gleiche Zoomstufe benutzt wird, um den Gefäßdurchmesser besser abschätzen zu können. Eine möglichst große Einblendung des Strahlenfelds reduziert die Strahlenbelastung zusätzlich. Die Einstellung eines Referenzbildes reduziert bei Koronarinterventionen die Strahlenbelastung und die Kontrastmittelmenge. Vor der Herzkatheteruntersuchung ist eine Echokardiographie durchzuführen, eine LV-Angiographie ist dadurch heutzutage nicht mehr erforderlich. Bei vielen komplexen Eingriffen (z. B. LAA-Occluder oder Mitraclip) kann eine zusätzliche Strahlenbelastung durch den periinterventionellen Einsatz einer transösophagealen Echokardiographie vermieden werden. Die Strahlenbelastung des Personals wird zusätzlich durch die 3 A-Regeln (Abstand, Aufenthaltsbegrenzung, Abschirmung) reduziert: möglichst großen Abstand zur Strahlenquelle zu halten, den Aufenthalt im Untersuchungsraum zu begrenzen und sich durch eine adäquate Schutzausrüstung abzuschirmen.

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Strahlenschutz im Herzkatheterlabor

  • Michael Markant

摘要

Bei der Herzkatheteruntersuchung sind Patienten und das im Herzkatheterlabor anwesende Personal einer Strahlenbelastung ausgesetzt. Um diese Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten, sind verschiedene Maßnahmen erforderlich. Für den Patienten und das Personal bedeutet dies vor allem, möglichst strahlenschonende Projektionen zu benutzen und insbesondere auf stark angulierte LAO-Projektionen und zusätzlich vor allem noch auf kranial oder kaudal angulierte LAO- oder RAO-Projektionen zu verzichten. Zusätzlich ist eine gepulste Durchleuchtung mit möglichst geringer Bildzahl pro Sekunde einzustellen, um die notwendigen Bildinformationen bei möglichst geringer Strahlenbelastung zu erhalten. Der Abstand zur Röntgenröhre muss möglichst groß sein, der Abstand zum Bildverstärker möglichst gering. Die Zoomstufe ist so gering wie möglich einzustellen, jede Vergrößerung der Zoomstufe erhöht die Strahlenbelastung um das 1,5-Fache. Es ist zu empfehlen, dass möglichst immer die gleiche Zoomstufe benutzt wird, um den Gefäßdurchmesser besser abschätzen zu können. Eine möglichst große Einblendung des Strahlenfelds reduziert die Strahlenbelastung zusätzlich. Die Einstellung eines Referenzbildes reduziert bei Koronarinterventionen die Strahlenbelastung und die Kontrastmittelmenge. Vor der Herzkatheteruntersuchung ist eine Echokardiographie durchzuführen, eine LV-Angiographie ist dadurch heutzutage nicht mehr erforderlich. Bei vielen komplexen Eingriffen (z. B. LAA-Occluder oder Mitraclip) kann eine zusätzliche Strahlenbelastung durch den periinterventionellen Einsatz einer transösophagealen Echokardiographie vermieden werden. Die Strahlenbelastung des Personals wird zusätzlich durch die 3 A-Regeln (Abstand, Aufenthaltsbegrenzung, Abschirmung) reduziert: möglichst großen Abstand zur Strahlenquelle zu halten, den Aufenthalt im Untersuchungsraum zu begrenzen und sich durch eine adäquate Schutzausrüstung abzuschirmen.