Molekulare Diagnostik der interstitiellen Lungenerkrankungen
摘要
Der Terminus „interstitielle Lungenerkrankung“ (ILD) bezeichnet als Überbegriff eine sehr heterogene Gruppe von nicht-neoplastischen Lungenerkrankungen. Diese wurden über die letzten Jahrzehnte vor allem mittels synoptischer Betrachtung klinischer, radiologischer und histopathologischer Kriterien definiert und in weitere Untergruppen unterteilt (de Sadeleer et al. 2018; Länger et al. 2018; Verleden et al. o. J.). In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich zwar Hinweise auf eine mögliche Rolle der molekularen Diagnostik bezüglich der Klassifizierung der ILD ergeben, diese kommen derzeit jedoch meist nur bei kindlichen ILD und nicht im Erwachsenenalter zum Einsatz (Länger et al. 2021; Behr et al. 2021) (vgl. Kap. XXX). Dennoch existiert eine Vielzahl molekularer Charakterisierungsversuche, welche als vornehmliches Ziel eine genauere Identifikation von Patienten mit einem hohen Progressionsrisiko, einem besonders guten oder schlechten Ansprechen gegenüber den verfügbaren Therapieoptionen sowie eine genauere Subklassifikation der bereits etablierten ILD-Entitäten haben (Raghu et al. 2018a; Walsh 2018; Brown et al. 2020).