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Granulomatöse Pilzinfektionen

  • Florian Stellmacher,
  • Sven Roger Perner

摘要

Die durch den Pilz Histoplasma capsulatum hervorgerufene Histoplasmose kommt einerseits als akute Infektion vor, die klinisch zumeist inapparent verläuft und spontan abheilt. Entsprechend werden in den wenigsten Fällen Gewebeproben entnommen. Anderseits gibt es eine isolierte Form. Hierbei liegt ein solitärer Lungenherd einer nekrotisierenden Granulomatose vor, der auch als Histoplasmom bezeichnet wird. Eine führende Klinik gibt es in diesen Fällen nicht, sodass in der Regel lediglich röntgenologisch ein Rundherd auffällt und dann als Biopsat oder Resektat der histopathologischen Diagnostik zugeführt wird. Die chronische Histoplasmose ist selten und betrifft Patienten mit einer vorbestehenden Lungenerkrankung. Das Bild entspricht prinzipiell dem der Tuberkulose mit Infiltraten und Kavitationen. Diagnostisch stehen sowohl die mikrobiologische Untersuchung mit Erregernachweis im Sputum als auch serologische Tests zur Verfügung, eine Biopsie wird auch hier selten durchgeführt. Bei Immunkompromittierten kann sich auch eine disseminierte Histoplasmose entwickeln, die dann diverse Organe befällt. Die Diagnose wird in diesen Fällen in erster Linie durch Nachweis der Pilze in der Blutkultur, selten durch eine Biopsie gestellt (Abb. 33.1).