Patient - Therapeut Interaktion
摘要
Klinisches Denken steht im Mittelpunkt therapeutischen Handelns und ist somit unerlässlich. Es nimmt einen zentralen Platz in der Ausbildung von Gesundheitsfachkräften, in der Verbesserung der professionellen Entscheidungsfindung von Klinikern gegenüber ihren Patienten oder Klienten und in der Forschung über optimales Denken in der Praxis ein. Die von allen Angehörigen der Gesundheitsberufe geleistete Therapie sollte sich auf aktuelles Wissen und Evidenz stützen, die die Erbringung der höchstmöglichen Therapiestandards fördern. Spitzenleistungen in der Praxis sind in gewissem Maße von der Forschung abhängig. Wenn es evidenzbasierte Leitlinien gibt, sollten die Angehörigen der Gesundheitsberufe diese befolgen, und Forschung sollte diese Leitlinien fortlaufend ergänzen (O’Connell et al. 2016). Therapeuten sind in gewisser Weise dafür verantwortlich, durch Forschung zum Wissen ihres eigenen Berufs beizutragen. Die patientenzentrierte Entscheidungsfindung ist gekennzeichnet durch die Betrachtung des Patienten als Person, das Einnehmen einer biopsychosozialen Perspektive, die Bereitschaft Entscheidung und Verantwortung für eine Therapie zu teilen sowie eine therapeutische Allianz zu entwickeln (Hutting et al. 2022). Kommunikation und die therapeutische Allianz erhalten vermehrte Aufmerksamkeit in der Medizin und Rehabilitation. Sie tragen u. a. zu höherer Patientenzufriedenheit, verbesserten Therapieergebnissen, höheren Adhärenz und weniger rechtlichen Klagen bei. Abschn. 3.2 beschreibt die Voraussetzungen der Allianzentwicklung, wie eine personenzentrierte Haltung und gemeinsame Entscheidungsfindungsprozesse. In den Abschn. 3.3 und 3.4 werden Kommunikationsprozesse und -techniken, motivierende Gesprächsführung, Motivation und Verhaltensänderung, inkl. Stadien der Verhaltensänderung besprochen. Abschn. 3.5 bespricht Störungen in der therapeutischen Allianz, die Konfliktpotenzial in sich tragen. Der Text wird mit vielen Kommunikationsbeispielen unterstützt, damit LeserInnen einen Bezug zu ihrem eigenen klinischen Alltag bekommen können.