Das Junktim aus Organisation und Governance erweist sich im Gesundheitswesen als strategisches Erfolgspotenzial im Sinne einer Vorteil schaffenden Kernkompetenz. Strategische Transformationsprozesse sind ohne die Korrespondenz mit einer pfadabhängigen Organisation und überformenden Kontrollorganen kaum vorstellbar. Vielmehr gilt es, insbesondere im massenträgen Gesundheitswesen, Strategien, Strukturen, Kulturen und Prozesse im Einklang mit der „corporate“ Governance zu planen, um Transformationsprozesse „mit Bodenhaftung“ einleiten und umsetzen zu können. Kritisch gewürdigt wird in dem vorliegenden Beitrag das Management- und Kontrollorganversagen in vielen Gesundheitsbetrieben, die einer höheren Markt-, Wettbewerbs- und Patientenorientierung bedürfen. Dabei gilt es, insbesondere die indirekt wirkenden Management- und Kontrollorgane auf den Prüfstand zu stellen, weil diese im Gesundheitswesen zwar administrieren und überwachen, aber zu wenig Aufmerksamkeit auf die strategische Positionierung ihrer Organisation unter volatilen, unsicheren, komplexen und ambiguitären Bedingungen legen. Mit dem Konzept der AMLEGA-360-Navigation wird ein Framework diskutiert, wie Gesundheitsorganisationen unter volatilen, unsicheren, komplexen und ambiguitären Rahmenbedingungen nicht nur überleben, sondern prosperieren können.

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Organisation und Governance im Gesundheitswesen als Kernkompetenz

  • Andrea Braun von Reinersdorff,
  • Louisa von der Assen,
  • Christoph Rasche

摘要

Das Junktim aus Organisation und Governance erweist sich im Gesundheitswesen als strategisches Erfolgspotenzial im Sinne einer Vorteil schaffenden Kernkompetenz. Strategische Transformationsprozesse sind ohne die Korrespondenz mit einer pfadabhängigen Organisation und überformenden Kontrollorganen kaum vorstellbar. Vielmehr gilt es, insbesondere im massenträgen Gesundheitswesen, Strategien, Strukturen, Kulturen und Prozesse im Einklang mit der „corporate“ Governance zu planen, um Transformationsprozesse „mit Bodenhaftung“ einleiten und umsetzen zu können. Kritisch gewürdigt wird in dem vorliegenden Beitrag das Management- und Kontrollorganversagen in vielen Gesundheitsbetrieben, die einer höheren Markt-, Wettbewerbs- und Patientenorientierung bedürfen. Dabei gilt es, insbesondere die indirekt wirkenden Management- und Kontrollorgane auf den Prüfstand zu stellen, weil diese im Gesundheitswesen zwar administrieren und überwachen, aber zu wenig Aufmerksamkeit auf die strategische Positionierung ihrer Organisation unter volatilen, unsicheren, komplexen und ambiguitären Bedingungen legen. Mit dem Konzept der AMLEGA-360-Navigation wird ein Framework diskutiert, wie Gesundheitsorganisationen unter volatilen, unsicheren, komplexen und ambiguitären Rahmenbedingungen nicht nur überleben, sondern prosperieren können.