Die Bewertung einer gesundheitsökonomischen EvaluationEvaluation, gesundheitsökonomischeBewertung ist ein hilfreicher Schritt zum Verständnis der Analyse sowie ein notwendiger zur Prüfung der Ergebnisvalidität. Eine Bewertung kann dabei in ihrer Zielsetzung variieren, wobei grundsätzlich zwischen der Berichts- und der methodischen Qualität unterschieden wird. Die Berichtsqualität beschränkt sich auf die transparente Darstellung der für das grundlegende Verständnis relevanten Punkte, während die methodische Qualität die tatsächliche, mit der Analyse verbundene Qualität der Durchführung einzuschätzen versucht. Für beide Formen der Qualitätsbewertung wurden Instrumente entwickelt, welche die Darstellung einer gesundheitsökonomischen Evaluation in Dimensionen unterteilen, denen einzelne Fragen zugeordnet sind. Eine gute methodische Studienqualität geht häufig, aber nicht immer, mit einer guten Berichtsqualität einher. So können Studien von eigentlich hoher methodischer Qualität durch die fehlende Darstellung von Details zu methodischen Aspekten auch eine geringe Berichtsqualität aufweisen. Umgekehrt kann eine gute Berichtsqualität über tatsächlich vorliegende methodische Schwächen hinwegtäuschen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Bewertung der Studienqualität als inhaltlich-methodisch valide eine ausreichende Berichtsqualität voraussetzt. Eine besondere Herausforderung in der Konzeption, aber auch in der Bewertung gesundheitsökonomischer Evaluationen, stellen komplexe Modelle dar, die sich durch das Vorhandensein spezifischer Elemente auszeichnen und für Fragen der Versorgungsforschung auf unterschiedlichen Systemebenen geeignet sein können. Die Bewertung der methodischen Qualität solcher Evaluationen erfordert ein bereits stärker ausgeprägtes Vorwissen und mehr Erfahrung als die der Berichtsqualität. Dieses Kapitel präsentiert einen vierstufigen Bewertungsrahmen für gesundheitsökonomische Evaluationen in der Versorgungsforschung, der von einer aus wenigen Elementen bestehenden deskriptiven (und wertfreien) Einordnung bis hin zur Einschätzung der Berichts- und methodischen Qualität reicht. Auf der abschließenden Stufe werden dabei einige ergänzende spezifische Aspekte zur Bewertung von Evaluationen komplexer Interventionen vorgestellt, die in der Versorgungsforschung eine zunehmende Relevanz erhalten. Die hier dargestellten Bewertungselemente stellen bezogen auf die methodische Bewertung nur eine sich auf Kernaspekte beschränkende Auswahl dar, d. h. die dahinterstehenden publizierten Bewertungsempfehlungen gehen darüber hinaus.

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Bewertung gesundheitsökonomischer Evaluationen

  • Dirk Müller,
  • Hannah Kentenich,
  • Juliane Koberlein-Neu,
  • Stephanie Stock

摘要

Die Bewertung einer gesundheitsökonomischen EvaluationEvaluation, gesundheitsökonomischeBewertung ist ein hilfreicher Schritt zum Verständnis der Analyse sowie ein notwendiger zur Prüfung der Ergebnisvalidität. Eine Bewertung kann dabei in ihrer Zielsetzung variieren, wobei grundsätzlich zwischen der Berichts- und der methodischen Qualität unterschieden wird. Die Berichtsqualität beschränkt sich auf die transparente Darstellung der für das grundlegende Verständnis relevanten Punkte, während die methodische Qualität die tatsächliche, mit der Analyse verbundene Qualität der Durchführung einzuschätzen versucht. Für beide Formen der Qualitätsbewertung wurden Instrumente entwickelt, welche die Darstellung einer gesundheitsökonomischen Evaluation in Dimensionen unterteilen, denen einzelne Fragen zugeordnet sind. Eine gute methodische Studienqualität geht häufig, aber nicht immer, mit einer guten Berichtsqualität einher. So können Studien von eigentlich hoher methodischer Qualität durch die fehlende Darstellung von Details zu methodischen Aspekten auch eine geringe Berichtsqualität aufweisen. Umgekehrt kann eine gute Berichtsqualität über tatsächlich vorliegende methodische Schwächen hinwegtäuschen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Bewertung der Studienqualität als inhaltlich-methodisch valide eine ausreichende Berichtsqualität voraussetzt. Eine besondere Herausforderung in der Konzeption, aber auch in der Bewertung gesundheitsökonomischer Evaluationen, stellen komplexe Modelle dar, die sich durch das Vorhandensein spezifischer Elemente auszeichnen und für Fragen der Versorgungsforschung auf unterschiedlichen Systemebenen geeignet sein können. Die Bewertung der methodischen Qualität solcher Evaluationen erfordert ein bereits stärker ausgeprägtes Vorwissen und mehr Erfahrung als die der Berichtsqualität. Dieses Kapitel präsentiert einen vierstufigen Bewertungsrahmen für gesundheitsökonomische Evaluationen in der Versorgungsforschung, der von einer aus wenigen Elementen bestehenden deskriptiven (und wertfreien) Einordnung bis hin zur Einschätzung der Berichts- und methodischen Qualität reicht. Auf der abschließenden Stufe werden dabei einige ergänzende spezifische Aspekte zur Bewertung von Evaluationen komplexer Interventionen vorgestellt, die in der Versorgungsforschung eine zunehmende Relevanz erhalten. Die hier dargestellten Bewertungselemente stellen bezogen auf die methodische Bewertung nur eine sich auf Kernaspekte beschränkende Auswahl dar, d. h. die dahinterstehenden publizierten Bewertungsempfehlungen gehen darüber hinaus.