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Die Rolle der Schule in der kindlichen und jugendlichen Entwicklung

  • Charlotte Hanisch,
  • Hennemann Thomas

摘要

Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen, v. a. diejenigen mit externalisierenden Verhaltensstörungen, sind in ihrer schulischen Leistungsfähigkeit gefährdet. Umgekehrt machen Lernprobleme und schulische Misserfolge psychische Störungen wahrscheinlicher. Schule wird also bei vielen psychischen Störungsbildern im Kindes- und Jugendalter in die Behandlung mit einbezogen und sollte darüber hinaus eine wichtige Rolle bei der Prävention psychischer Störungen spielen. Hierbei bietet das Setting Schule entscheidende Vorteile gegenüber anderen Kontexten: Über die Schule können alle Kinder und Jugendliche Angebote der Förderung psychischer Gesundheit in Anspruch nehmen, unabhängig von möglichen Zugangsbarrieren oder davon, ob bereits eine klinisch relevante psychische Störung vorliegt. Erkenntnisse der Inklusionsforschung zeigen, dass Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen v. a. von Schulen profitieren, die sie als sicher und fürsorglich wahrnehmen, an denen Lehrkräfte über eine positive Haltung und fundiertes Wissen zu psychischen Störungen verfügen und sich im Umgang mit Kindern mit psychischen Problemen als kompetent erleben. International werden multimodale mehrstufige Fördersysteme vorgeschlagen, mit deren Hilfe Kinder mit Entwicklungsrisiken im Sinne von Problemverhalten oder ersten Anzeichen psychischer Störungen frühzeitig identifiziert und bedarfsgerecht und passgenau im Kontext Schule gefördert werden können. Neben der Zusammenarbeit mit Schule im Rahmen von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie könnte die Rolle der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und -psychiatrie darin liegen, Schulen beim Erwerb störungsspezifischen Wissens zu unterstützen und als Teil eines institutionsübergreifenden multiprofessionellen Teams schulbasierte Interventionen zu stärken.