Kognitive und sozioemotionale Entwicklung
摘要
Die kognitive und die sozial-emotionale Entwicklung sind eng miteinander verbunden und bedingen sich gegenseitig. Die Kognitionen beziehen sich nicht nur auf die physikalische, sondern auch auf die soziale Umwelt und die eigene Person einschließlich der eigenen Gefühle und beeinflussen damit die soziale emotionale Entwicklung. Umgekehrt regen soziale und emotionale Erfahrungen die kognitive Entwicklung an. Die kognitive Entwicklungspsychologie befasst sich mit der Entwicklung des Denkens im weiteren Sinne, d. h. der höheren geistigen Funktionen wie Problemlösen, Kreativität, Begriffsbildung, Lernen und Erinnern, wie auch grundlegender Funktionen wie Wahrnehmung und Sprache. Neben umfassenden theoretischen Ansätzen, wie die Theorie von Jean Piaget, haben eine Vielzahl empirischer Studien unser Wissen über Sprachentwicklung, die Entwicklung der Informationsverarbeitung einschließlich der Gedächtnisfunktion und die Entwicklung kognitiver Konzepte einschließlich der Entwicklung von alltagspsychologischem Verständnis erheblich vergrößert. Zu den einflussreichsten Theorien der sozial-emotionalen Entwicklung zählt Sigmund Freuds Entwicklungstheorie, wenngleich wesentliche Postulate seiner Theorie sich nicht bestätigen ließen. Die wichtigsten Entwicklungsbereiche beziehen sich auf die Entwicklung von Emotionen und der Emotionsregulation, auf Konzepte des Temperaments, sowie auf die moralische Entwicklung, die Entwicklung des Selbst und der Identität und die Entwicklung von Gleichaltrigenbeziehungen. Die Vorstellung von klar aufeinander abfolgenden Entwicklungsphasen konnte insgesamt empirisch nicht bestätigt werden. Die empirische Forschung weist eher auf kontinuierliche und weniger sequenziell ablaufende Prozesse hin.